Mit ihren Kaiserbädern erlangte die Ostseeinsel Usedom weltweit Berühmtheit. Fernab von diesen liegt an der schmalsten Stelle des Eilandes ein weiteres Highlight. An dem Punkt, an dem man von der Ostsee zum Achterwasser schauen kann, öffnen die Usedomer Bernsteinbäder ihre Pforten.
Einmal mehr beweisen sie mit ihrer umliegenden Natur und Beschaffenheit, wie zerbrechlich die Insel von Mutter Natur geformt wurde. Mit Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz reihen sich die vier Usedomer Bernsteinbäder wie Perlen an eine Kette. An dieser Stelle der Insel ist mit dem Bernstein das Gold des Meeres zu Hause.
Jedes Jahr zieht es zahlreiche Besucher auf der Suche nach Bernstein an die Strände der Orte. Dabei ist es keine Seltenheit, dass man einen der begehrten Steine an den Stränden findet. Vor allem nach stürmischen Tagen lohnt es sich auf die Suche nach Bernstein zu gehen. Gleichzeitig bieten die Bernsteinbäder aber auch einen weißen, langen Sandstrand und eine herrliche Natur, die sich in weiten Teilen ihre Wurzeln bewahren konnte. Die Umgebung der Bernsteinbäder lädt zu Ausflügen und Aktivitäten unter freiem Himmel ein. Hervorragend lassen sich die Orte und die Gefilde rund um das Achterwasser zu Fuß oder mit dem Rad entdecken. Die Usedomer Bernsteinbäder sind für ihre gut ausgebauten Radwege bekannt.
Wer die Sonneninsel Deutschlands aus einer anderen Perspektive genießen möchte, kann sich für eine Fahrt mit einem der Ausflugsschiffe entscheiden. In den Häfen der Bernsteinbäder kann man den Fischern noch heute bei ihrer täglichen Arbeit zusehen. Ein besonderer Gaumenschmaus präsentiert sich mit dem frischgefangenen Fisch, der im Hafen und in zahlreichen Restaurants der Usedomer Bernsteinbäder angeboten wird.
Mit Zempin präsentiert sich eines der vier Bernsteinbäder auf Usedom. Vor allem während des Sommers zieht das Bernsteinbad Zempin mit seinem schönen Strand zahlreiche Besucher an. Der landschaftliche Kontrast zwischen Ostsee und Achterwasser lässt sich in Zempin hautnah erleben. Der einstige Fischerort liegt an der schmalsten Stelle Usedoms. Noch heute finden sich in dem Seebad mehr als 40 rohrgedeckte Häuser, die eine Art Hommage an längst vergangene Zeiten sind. Zempin lässt sich bequem mit der Usedomer Bäderbahn erreichen. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der Fischer. In Zempin reihen sich kleine Fischräuchereien und Gaststätten mit traditionell pommerschen Fischgerichten aneinander. Gleichzeitig bietet das Seebad seinen Gästen aber auch mehrere Stellen, die zum Angeln genutzt werden können.
Zempin verbindet den Familienurlaub mit einem Erlebnischarakter. Das Seebad beheimatet mehrere naturbelassene Wege, die für Spaziergänge genutzt werden können. Spielplätze und abenteuerliche Trimmpfade runden das Angebot für Familien mit Kindern ab und laden zugleich zur Entdeckung der Naturschönheiten ein. Bis heute hält das Seebad an alten Traditionen und Gepflogenheiten fest und so trifft man zwischen Zempin und Koserow auf einen großen FKK-Strandabschnitt.
Ein Genuss für die Sinne ist der Besuch im Ostseebad Koserow. Bekannt als Bernsteinbad entführt es seine Gäste in eine beeindruckende Natur, die zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist. Während des Frühjahrs begeistert die Natur mit den zahlreichen Leberblümchen, die sich wie ein blauer Teppich präsentieren. Einen wunderschönen Blick auf die Landschaft hat man ausgehend von der höchsten Erhebung der Insel. Der Streckelsberg in Koserow ist ein ausgesprochen populärer Aussichtspunkt und lässt sich problemlos zu Fuß erreichen.
Während des Sommers wird das Seebad in weiten Teilen durch unterschiedlichste Orchideenarten bestimmt. Sie hinterlassen ein beeindruckendes Landschaftsbild, das einmal mehr zeigt, dass sich Koserow bis heute ein ganz eigenes Bild bewahren konnte. In dem Seebad befinden sich mehrere Salz- und Packhütten, die im 19. Jahrhundert entstanden sind. Zu den ältesten Gebäuden gehört die Feldsteinkirche von Koserow. Kunstliebhaber sollten sich für einen Abstecher in das Atelier des Malers Otto-Niemeyer Holstein entscheiden. Es zeigt einmal mehr, wie sich die Künstler einst von dem Zauber Usedoms inspirieren ließen.
Loddin zählt als Bernsteinbad zu den beliebtesten Zielen auf Usedom. Gemeinsam mit Kölpinsee und Stubbenfelde bildet es ein überaus populäres Seebad, das einem wunderschönen Strandabschnitt Begeisterung vermittelt. Bis heute begeistert das Seeband zum einen mit dem zwanglosen Strandleben und zum anderen mit seiner Fülle an Freizeitangeboten. Über Jahre hinweg entstanden in Kölpinsee / Loddin mehrere anspruchsvolle Hotels, die sich mit ihren Angeboten an Familien mit Kindern richten.
Direkt hinter der Steilküste liegt der Campingplatz des Seebades. Auch er ist weit über die Grenzen von Usedom hinaus als Urlaubsdomizil bekannt. Der Campingplatz erstreckt sich im wohltuenden Schatten der alten Buchen von Stubbenfelde. Die einzelnen Ortsteile des Seebades werden durch ausgedehnte Waldflächen miteinander verbunden. Über den Deich lässt sich der Ostseestrand von Kölpinsee in wenigen Schritten erreichen. Der Sandstrand des Seebades begeistert seine Gäste durch seine Breite und den weißen Strand. Auf dem Küstenradweg kann das Steilufer von Kölpinsee angesteuert werden. Direkt hinter der Düne liegt abseits des touristischen Trubels der bekannte Kölpinsee. Er hat sich mit seinem reichen Bestand an Hechten und anderen Edelfischen einen Namen machen können und ist bei Anglern eines der beliebtesten Ziele auf Usedom. In vielen Gaststätten und Restaurants können sich Urlauber auf traditionelle Fischgerichte freuen, die in alter Manier zubereitet werden.
Ückeritz ist eines der beliebtesten Ziele von jungen Urlaubern. Das Usedomer Bernsteinbad Ückeritz zeigt sich mit einem frischen und ungezwungenen Flair, das Besucher aller Altersklassen begeistert. Das kleine, ruhige Seebad wird von dichten Wäldern mit altem Baumbestand eingebettet und liegt direkt an der schmalen Taille Usedoms. Im Nordosten wird Ückeritz durch die Ostsee begrenzt. Im Süden trifft das Achterwasser auf das Seebad. Ückeritz hält durch die Lage am Achterwasser eine Vielzahl von verschiedenen Wassersportangeboten bereit.
Das Achterwasser ist eine Ausbuchtung der Peene, die durch ihre Größe an einen See erinnert. Es besitzt mehrere Sportboothäfen und Surfschulen, die von Wassersportbegeisterten angesteuert werden können. Das Achterwasser lässt sich hervorragend während einer Schiffsfahrt mit einem der zahlreichen alten Dampfer kennenlernen.
Es ist die Mischung zwischen Seebadflair und dem Charme des Goldes der Ostsee. Nicht zu Unrecht haben sich die vier Seebäder den Beinamen Bernsteinbäder verdient. Ihnen gelingt es bis heute die Moderne der Insel mit den Traditionen und den Wurzeln der einstigen Fischerorte zu verbinden. Zugleich ist es aber auch die Natur, die die Bernsteinbäder zum Genuss für die Sinne macht.
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