Sie sind weltbekannt, gehören zu den beliebtesten Zielen der Insel und sie sind ein Synonym für Usedom - die drei Kaiserbäder im Süden des Eilandes begeistern seit Jahrzehnten Erholungs- und Entspannungssuchende.
Zu Recht zählen sie zu den schönsten Urlaubszielen Usedom. Die drei Kaiserbäder blicken auf eine lange Geschichte zurück, beheimaten zugleich aber auch eine mondäne Bäderarchitektur. Sie haben in der Historie dazu beigetragen, dass Usedom den Beinamen "Badewanne der Berliner" erhielt.
Die Usedomer Kaiserbäder haben einen besonderen Charme. Es ist der Geist der verblassten Ära, der sie noch heute zum Leben erweckt und das Flair in den Straßen charakterisiert. Er zeigt sich heute vor allem in Gestalt der prachtvollen Bäderarchitektur, die von Türmen und Säulen bestimmt wird und das Bild entlang der Promenaden von Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin dominiert.
Die drei Kaiserbäder werden durch eine lange Promenade, die parallel zum Ostseestrand verläuft miteinander verbunden. Alle verfügen über eine eigene Seebrücke. Dabei ist es vor allem die Seebrücke von Ahlbeck, die zu einer Art Pilgerziel von Osteeurlaubern wurde. Die historische Seebrücke präsentiert sich in einem einladenden Glanz und ermöglicht einen vergleichsweise langen Spaziergang auf dem Meer. Zugleich ist sie für ihr hervorragendes Restaurant berühmt, in dem traditionelle Küche auf einen modernen Spirit trifft.
Schon früh entwickelten sich die Usedomer Kaiserbäder zu einem äußerst populären Ziel auf der Insel. Sie gehören zu den ersten Orten, die die Bezeichnung Seebad erhielten. Doch die Zeit, in der Preußens Majestäten und andere doch illustre Gäste die Sommerfrische der Kaiserbäder genossen, gehört längst der Vergangenheit an. Geblieben sind jedoch ihre Handschrift und der Wohlstand, den sie nach Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin brachten. Es waren diese Adligen, die die Grundsteine der heute weltbekannten Bäderarchitektur legten und die zugleich zur aufstrebenden Entwicklung der Seebäder beigetragen haben. Ihr Glanz ist in dem Seebadtrio allgegenwärtig und schwebt wie ein unsichtbarer Nebel in der Luft.
Auch wenn Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin kaum unterschiedlicher sein könnten, haben sie doch eine Gemeinsamkeit – sie sind drei Bäderschönheiten, von denen jede einzelne ihre ganz eigenen Besonderheiten hat. Die Promenade, die die drei Kaiserbäder miteinander verbindet, ist die längste Strandpromenade in Europa. Jedes Jahr tummeln sich auf ihr unzählige Urlauber, die den direkten Blick zur Ostsee auf der einen Seite und den Anmut der prachtvollen Villen auf der anderen Seiten schätzen gelernt haben. Zu jeder Jahreszeit sind die Kaiserbäder im Süden von Usedom einen Besuch wert. Dazu tragen auch die Hotels bei, die sich in den vergangenen Jahrzehnten entlang des Strandes niedergelassen haben. Sie präsentieren sich mit dem Luxus, den Urlauber nahezu automatisch mit Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin verbinden. Während sich die Architektur der Hotels an dem bekannten Bäderstil orientiert, treffen Urlauber im Inneren auf eine moderne Welt, der es häufig weder an Charme noch an Glamour mangelt.
Doch es ist nicht nur die Architektur, die die Usedomer Kaiserbäder zum Genuss für die Sinne macht. Ausgesprochen populär ist auch der feine Sandstrand, der sich unterhalb der acht Kilometer langen Promenade erstreckt. Er erreicht eine Breite von bis zu 70 Metern und ist vor allem während des Sommers der wohl beliebteste Punkt der Kaiserbäder.
Die Entwicklung der Usedomer Kaiserbäder reicht bis in das 19. und in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Rasch avancierten die einst so kleinen Fischerorte zu den beliebtesten und ebenso auch meistbesuchten Bädern der Insel. Zu den wohl bekanntesten Gästen der Kaiserbäder gehörten Kaiser Joseph und Wilhelm II. Schon früh bezeichneten die Einheimischen die aufstrebenden Bäder als die Kaiserlichen 3. Bis heute hat sich dieser Beiname in Gestalt des Begriffs Kaiserbäder am Leben erhalten können.
Obwohl sich Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin heute gleichermaßen mit einem anmutenden Bild präsentieren, durchlebte jedes der Kaiserbäder eine ganz eigene Entwicklung. Der Bäderbetrieb in den kleinen Fischerorten entstand in Anlehnung an Swinemünde. Bereits während der 20-iger Jahre des 19. Jahrhunderts handelte es sich bei Swinemünde um ein mondänes Ostseebad. Zu dieser Zeit waren Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin im Süden Usedoms nicht mehr als unscheinbare Fischerdörfer. Unter doch vergleichsweise primitiven Voraussetzungen wurden schließlich im 19. Jahrhundert die ersten Badeanstalten in den Orten in Betrieb genommen.
Vor allem Ahlbeck konnte sich rasch zu einem beliebten Familien- und Volksbad entwickeln. Auch die Rolle von Heringsdorf war schnell fest definiert. Heringsdorf avancierte zum angesehenen Modebad, in dem sich die Reichen und Schönen tummelten. Es war das Ziel der feinen Gesellschaft, letztlich aber auch einer der Namensgeber. Das Seebad Bansin entstand erst einige Jahre später. Nachdem die Bäderarchitektur in Ahlbeck und Heringsdorf deren Rolle bereits festigte, wurde erst um die Jahrhundertwende mit der Geburt des Seebades Bansin begonnen.
Schnell wurde Bansin die Rolle als Bad der obersten Gesellschaftsschicht angedichtet. Dazu hat vor allem die Abschaffung der Badeanstalten beigetragen. Im gleichen Atemzug wurde aber auch die Freibadeerlaubnis zum Leben erweckt. Heute sind es vor allem die hellen Farben der Villen, die die Kaiserbäder charakterisieren. Sie vermitteln den Seebädern ein maritimes Flair, zeigen zugleich aber auch, dass der Luxus noch heute einen Platz in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin hat. Neben einem breiten weißen Sandstrand bieten die Kaiserbäder eine Reihe von interessanten Ausflugszielen und hervorragenden gastronomischen Angeboten, die während eines Aufenthalts angesteuert werden können.
Dazu gehört das Eisenbahnmuseum von Ahlbeck. Im historischen Kern des einstigen Fischerdorfes liegt zugleich das Museum Heimatstube, das sich mit der Historie und Entwicklung von Ahlbeck auseinandersetzt. Das Kaiserbad beheimatet bis heute eine alte Backsteinkirche, in deren Inneren ein sehenswerter Sandsteinaltar zu finden ist. Eines der beliebtesten touristischen Ziele ist die Villa Auguste Viktoria, die um 1900 errichtet wurde. Ein Highlight und ein Genuss für die Sinne ist die Ahlbecker Seebrücke. Noch heute präsentiert sie sich mit ihren vier markanten Ecktürmen. Dem Kaiserbad ist es gelungen, den Originalzustand der Seebrücke, der aus dem Jahr 1898 stammt, bis heute am Leben zu erhalten.
Eine doch vergleichsweise junge Vergangenheit hat die Ostseetherme Usedom, mit der sich ein subtropisches Badeparadies auf der Insel präsentiert. Ein Höhepunkt beim Besuch der Kaiserbäder ist die Heringsdorfer Seebrücke. Sie ist 500 Meter lang und wurde im Jahr 1995 im modernen Stil errichtet. Auf der Seebrücke befindet sich das Muschelmuseum von Heringsdorf.
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