Historisch-Technisches Museum in Peenemünde

Im Oktober 1942 flog von Peenemünde aus erstmals eine Rakete in den Weltraum. Im Historisch-Technischen Museum auf der Insel Usedom wird dieses Ereignis und die Geschichte der Heeresversuchsanstalt Peenemünde dokumentiert.

Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Raketenforschung im Norden Usedoms
Bis 1936 war Peenemünde im Norden der Insel Usedom ein verschlafenes Fischerdorf mit einer Handvoll Häuser. Dann beschlossen die Nationalsozialisten, auf der Nordspitze der Ostseeinsel die Heeresversuchsanstalt zu errichten. Dabei handelte es sich um ein Geheimprojekt, das die Entwicklung von Raketen zum Ziel hatte. Wissenschaft und Militär gingen eine verhängnisvolle Partnerschaft ein, denn im Fokus stand nicht die Entwicklung einer Rakete für die zivile Nutzung. Ziel der Forschungstätigkeit war der Bau einer Angriffswaffe, die den 2. Weltkrieg zugunsten der deutschen Wehrmacht entscheiden sollte. Am 3. Oktober 1942 gelang der Start einer als A4 (besser bekannt als V2) bezeichneten Rakete in den Weltraum. Sie erreichte eine Höhe von 84,5 km und flog mit einer Geschwindigkeit von knapp 5.000 km/h.

Dokumentation und Ausstellung im Historisch-Technischen Museum
Physiker, Ingenieure und Waffenexperten arbeiteten ab 1936 in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde an der Entwicklung von Raketen und anderen Flugobjekten. Das Museum dokumentiert diese Zeit anhand von Fotos, Dokumenten, Filmaufnahmen, Modellen und Interviews mit Zeitzeugen. Die Ausstellung zeigt in einem zweiten Bereich die Entwicklung der Raketentechnik nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Verschwiegen wird nicht, dass Tausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in der Versuchsanstalt schuften mussten. Sie montierten unter menschenunwürdigen Bedingungen die Einzelteile für Hitlers „Wunderwaffe” zusammen. Neben dem Museumsgelände befindet sich eine Kapelle, die im Jahr 1876 erbaut wurde. In dem Kirchlein wird der Opfer in Peenemünde gedacht. Die friedensstiftenden Aktivitäten des Historisch-Technischen Museums wurden im Jahr 2002 mit einer Auszeichnung gewürdigt. Damals wurde der Ausstellung das „Nagelkreuz von Coventry” verliehen.

Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Exponate auf dem Freigelände
Einen plastischen Eindruck von den damals hergestellten Raketen und Flugkörpern erhalten Besucher auf dem Freigelände des Museums. Dort werden Nachbauten des als V1 bekannten Marschflugkörpers Fi 103, eine Replik der „Vergeltungswaffe” V2 und die Startrampe für die Raketenversuche ausgestellt. Darüber hinaus ist ein Original der Werkbahn Peenemünde zu sehen. Zusätzlich werden auf der Freifläche militärische Hinterlassenschaften der DDR ausgestellt. Sie können beispielsweise ein Schnellboot der Nationalen Volksarmee von innen besichtigen und Jagdflugzeuge bestaunen. Peenemünde wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg militärisch genutzt. Bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990 befand sich an dieser Stelle ein Marinestützpunkt der Nationalen Volksarmee.

Raketeningenieur Wernher von Braun im Fokus
Der Raketeningenieur Wernher von Braun ging zur Zeit des Nationalsozialismus einen fragwürdigen Pakt mit den Nationalsozialisten ein. Unter seiner Leitung gelang die Entwicklung der ersten Rakete, die die Erdanziehungskraft überwand und ins Weltall flog. 1945 stellte sich von Braun den Amerikanern und siedelte kurze Zeit später in die USA über. Seine überragenden Fähigkeiten bewahrten den Ingenieur vor einer Strafverfolgung durch die Siegermächte. In den Vereinigten Staaten arbeitete er an der Entwicklung der Saturn-V-Rakete mit, die als Vorgänger für die heutigen Atomraketen gilt. Mit dem Wirken von Wernher von Braun beschäftigt sich eine Dauerausstellung, die im ehemaligen Kraftwerksbau untergebracht ist. Das Bau eines Kraftwerks war erforderlich, weil zur Produktion des Raketentreibstoffes Unmengen an Elektrizität benötigt wurden.

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